Berlin / Spreewald 2009


Tag 1 Anreise – Samstag (Emmerich – Lindenberg 650 km)
Fred + Bea, Diddi + Waltraud und Ludger treffen sich bei Jörg und fahren gemeinsam los. Hildegard und Sohn Daniel mit Freundin Alex(andra) fahren mit dem Auto und nehmen noch den Hund (Sammy) mit. Brigitte ist schon am Vortag mit ihrem Moped nach Bremen gefahren und startet von dort. Ich komme von Frankenau, am Edersee, und treffe Brigitte am Rasthof Helmstedt an der A2. Wir fahren gemeinsam nach Lindenberg zur Landpension Görsdorf. Eine halbe Stunde nach uns treffen die anderen ein. Endlich ein oder zwei Bierchen und leckeres Essen. Danach einen Verteiler. „Hallo Herr Wirt, gibt’s ’en Aquavit?“ „Nö hab ich nicht, nur Obstler oder Malteser!“ Also nehmen wir Malteserkreuz (Aquavit)!! Zimmer beziehen. Alles ganz gut und sauber und nicht so teuer wie in der Hauptstadt. Horst stellt sich vor, er hat die Unterbringung und die Motorradtouren für die nächsten Tage organisiert. Er wohnt im Nachbarort und war schon im Vorjahr mit in Polen.

Tag 2 Berlin – Sonntag – keine Mopedkilometer
Heinrich Görsdorf ist der Vater vom Thomas, der jetzt die Pension führt und auch Motorrad fährt. Also der Heinrich hat uns geraten: „Ihr lauft 5 Minuten bis zum Bahnhof. Jede Halbe Stunde kommt ein Zug. Ihr müsst nicht umsteigen. Der Fährt bis Berlin Hbf..“ Drei Dinge die heute nicht passen. Wir laufen 10 Minuten. Zwar kommt alle halbe Stunde ein Zug aber der eine fährt bis Lichtenfeld, der andre in die Gegenrichtung nach Frankfurt Oder. Der zuvorkommende Schaffner lässt uns bis zur Endstation fahren und von dort nach Berlin Hbf. mit der S-Bahn. Wir brauchen zweieinhalb Stunden. Wir haben noch gerade unser Schiff für die Stadtrundfahrt erreicht und Werner mit seiner Frau kennengelernt, der uns später durch die Auen und Wälder führen wird.. Die Rundfahrt dauert fast 4 Stunden. Danach noch eben zum Brandenburger Tor (jans Balin is eene Wolke - und die ist dicht geblieben) und zurück zum Hauptbahnhof. Der Rückweg dauert nur eineinhalb Stunden. Wir steigen in Königs Wusterhausen um. Wäre auf der Hintour auch möglich gewesen – aber siehe freundlicher Schaffner...
Tag 3 Polen die erste – Montag – 325 km


Rundtour Lindenberg – FFO - PL-Zary – Forst – Guben - Lindenberg. Es gibt gute Straßen hier, sehr gute, aber unser Tourguide nimmt teilweise die sehr schlechten. Historische Kopfsteinpflaster wechseln mit Schlaglochpisten und ½m tiefen Spurrillen aber zwischendurch auch a..glattem Asphalt und das nicht nur auf dem polnischen Teil der Route. Doch es macht allen trotzdem Spaß. Nach dem Tanken Marktbesuch und Kaffee in Polen.. In Zary gibt es gutes Mittagessen und einen Rundgang zur historischen Schlossruine. Unser „einheimischer“ Führer Horst gibt sich alle Mühe und reitet vor uns her. Er ist manchmal ein bisken schnell aber die Blitzer arbeiten noch von Vorn.
Tag 4 Niederfinow – Dienstag – 280 km
Werner stößt zu uns. Horst führt weiter. Das Schiffshebewerk ist eine Reise Wert. Die Daten hierzu gibt es im Internet. Hier gibt es, wie an vielen anderen Stellen, sehr leckeren Apfelkuchen und Pins für die Mütze gibt es auch.

Tag 5 Spreewald – Mittwoch – 125 km
Hier kann ich nicht viel persönliches berichten. Habe einen freien Tag genommen. Die Anderen haben eine unvergessliche Bootstour und einen kräftigen Regenschauer mitbekommen. ( von einem überlebenden Teilnehmer nachgetragen ) Nachdem wir einige Schauer abgewartet hatten, konnten wir endlich mit dem alten Flußschiff durch den Spreewald schippern. Während uns der Gondoliere humorvolles und Kurzeiliges über den ehemaligen Osten erzählte, stakte er uns sicher durch den heimelden Spreewald. Teilweise fühlte man sich wie in einer vergessenen Welt, es hätte nur noch gefehlt, dass uns nacheinander ein Urvieh in die Untiefen des Spreeflusses gezogen hätte. Aber nein, nur ein paar schnatternde Enten, interessierten sich für die Gruppe vom Niederrhein. Nach anderhalb Stunden, ein paar Schmalzbrote und Spreewaldgurken war der Spass leider vorbei. Nachher zu Horst nach hause, Grillen ist angesagt. Schmeckt gut.
Tag 6 Sanssouci – Donnerstag – 242 km
Heute haben Fred, Bea und Horst ihren freien Tag. War doch’n bisken viel die Fete gestern . Die anderen fahren unter Werners Leitung zur Schlossbesichtigung nach Potsdam. Ist an der Rückseite noch ganz schön eingepackt. Wird aber. Haben ja Steuergelder genug dafür. Werner fährt heute mit Jörg zum MCB (Männer-Chor-Berlin) zu einem Auftritt und kommt abends zur Pension zurück.

Tag 7 Klosterbrauerei Neuzelle – Freitag –289 km
Wieder Kultur – wieder Polen. Da Tanken wir in der letzten Zeit immer. Der Liter Super kostet r ca. 1,10 Euro. Nochmal ein Markt. Nicht so schön wie der erste, diesmal über D-Bad Muskau in PL-Granica Państwa. Hier sind die Preise aber schon ganz schön eingedeutscht. Ne alte Krakauer mit Riesen-Brötchen für ca. 5 Euro ist schon ganz schön teuer. Die Currywurst in unserer Pension kostet die Hälfte !!

Tag 8 Heimreise – Samstag – 650 km
Heute liegen noch einige km vor uns. Brigitte fährt wieder über Bremen und macht einen Geburtstagsbesuch bei Ihrem Schwager. Der Rest fährt Richtung Emmerich.
Ach ja: unser Pensionswirt muss ganz früh morgens mit einigen Kumpels nach Dresden – unser Geld ausgeben ?? hihi (kleiner Scherz meinerseits).

Insgesamt ein runder – schöner – ausgefüllter Urlaub.
Ich hab diesmal (wieder) Glück gehabt und brauchte keinerlei Führungsarbeit zu leisten. Die Touren-Routen kann ich nicht genauer angeben, da Horst und Werner alles aus dem Bauch raus gemacht haben. Ist hier, denk ich auch wohl angebracht. Was muss man denn auch sonst noch sehen. Es war ein schöner Mix aus fahren (Die Alleen hier sind kilometerlang) und Kultur. Mir hat es gereicht. Und es gibt immer noch Teile in Deutschland, die wir nicht besucht haben. Holstein oder Mecklenburg könnten das nächste Ziel werden.

Hier noch mal die Teilnehmer und Ihre Fortbewegungsmittel:
Brigitte – Honda Varadero 125 – schafft gute 120 km/h und ist immer vorne mit dabei.
Diddi – Yamaha FJR 1300 - hat Waltraud dabei
Jörg – BMW R 1200 RT – fährt meistens hinten
Fred – Honda Goldwing GL 1500 – nimmt seine Bea mit
Ludger – Yamaha Diversion 900 -
Horst – BMW K 1200 LT – kennt sich hier ganz gut aus
Werner – BMW K1 – freut sich das er das alte Ding mal wieder bewegen kann
Ich – Suzuki GSR 600 – beim nächsten mal wieder mit BMW K 1200 – ist bequemer

An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an Hildegard, die ein Tourgedicht für uns gemacht hat von wo ich mir ein paar Infos geholt habe, die ich sonst vergessen hätte.

Bis zum nächsten Tourbericht
Dieter
Berlin / Spreewald 2009