Rhön/Mosel Tour 2009
Die Vortour zur Moseltour zum Weinfest stand in diesem Jahr unter einem anderen Stern. Zunächst schien es eine Supernova zu werden. 10 Personen in die Rhön. 3 weitere auf Option. Aber wie es so kommt 2 haben kurzfristig umgebucht, 1 hat einen Messetermin vergessen, 1 geht kurzfristig zur Kur und seine Frau will nicht alleine mit. So bleiben 5 Personen übrig und die weiteren Optionen sind auch geplatzt.
Also am Sonntag gehen Waltraud und Diddi, Snickers, Neckermann, Gitti und Dieter erst mal gemeinsam zum Frühstück in Emmerich ins „terrasana“ .

Danach starten wir, erst mal ohne Snickers (heißt Ludger), mit einer kleinen Stadtrundfahrt und dann über Isselburg (A3), Oberhausen (A2) Kamen ( A1), Dortmund-Unna (A44) und Werl (A445 wird A46) bis Meschede. Dann das Navi auf Motorradtour und Zwischenziel Frankenberg (Eder) und Hofbieber als Endpunkt eingeben und los. Bis Meschede mit 4 Moppeds, Neckermann auf BMW R 1100 S, Diddy und Waltraud auf Yamaha FJR 1300, Dieter auf Suzuki GSR 600 und Gitti mit ihrer 125er Honda Varadero. Hier, kurz nach Verlassen der Autobahn, gehen wir erst mal ’nen Kaffee trinken. Neckermann (heißt eigentlich Werner) muss wieder zurück. Er ist der, der den Messetermin vergessen hat. Aber die kurze Begleitung hat er sich nicht nehmen lassen. Ich pack mir die Flachstöpsel in den Helm, das Navi in den Tankrucksack und setze den Tross in Bewegung. Es geht über Winterberg-Züschen nach Frankenberg und weiter aber nicht der direkte Weg, wo denkst-de hin. In Meschede und Umgebung geht’s schon los. Großflächige Umfahrung wegen Triathlon-Veranstaltung. Die SUSI (Sucht Unsere Straßen Immer) in meinem Ohr meckert ein paar Mal, „bitte wenden sie jetzt“ aber so ist das nun mal, da muss man durch und wir kommen doch nach Winterberg. Zwischen Winter- und Frankenberg gibt’s dann noch ’ne Vollsperrung aber wir kommen hin, wo wir hinwollen. Über Gemünden und Schwalmstadt geht’s nach Alsfeld. Wir fahren ohne Stau durch Fulda und erreichen am späten Nachmittag den Lindenplatz Nr. 4 in Hofbieber. Hier werden wir von der Wirtin des Hauses Sondergeld, Marlies Käshammer mit ’nem Willkommenstrunk begrüßt. Sie hat von Beginn an etwas Mühe Waltraud und Brigitte dem richtigen Dieter zuzuordnen. Snickers, auf Yamaha Diversion 900, hat auch seine privaten Sachen erledigt und kommt gegen 19:30 Uhr dazu. Hier gibt es leckeres Essen. Wirklich zu empfehlen. Nach einem gemütlichen Abend und einer als Geschenk erhaltenen Motorrad Tourenkarte Rhön stürzen wir uns am nächsten Tag ins Getümmel.
Brigitte auf der Suche nach der Rhön
Montag: Tour 5 Hofbieber-Tann-Hilders-Fladungen. Brigitte fährt vor. Sie hat sich die Orte nacheinander aufgeschrieben. Wir fahren ein wenig nach der Route aber wenn da kein Hinweis auf den nächsten Ort steht, fahren wir mal einfach so rum. Das macht gar nichts. Die Strecken sind sehr schön. Wälder wechseln mit kleinen Orten und offenen Landschaften. Irgendwie kommen wir nach Schweinfurt, nach Bad Kissingen und Bad Neustadt und zurück nach 250 km wieder in Hofbieber an.
Dienstag: Tour 2 Hofbieber-Morles-Hofaschenbach-Schenkensfeld-Philippsthal-Berka-Eisenach. Snickers und ich machen Pause auf dem Parkplatz. Der Rest kraxelt bei 33°C rauf zur Wartburg. Die Thesen sind weg. Waltraud macht Fotos. Wo sind die eigentlich?? Zurück, mit ein paar Ohren rauf-runter-rauf über Bad Salzungen, Dermbach, Tann nach Hofbieber.
Mittwoch: halbe Tour 4. Wir wollen zur Wasserkuppe. Gitte wieder vorne weg. Wann muss wer tanken? Ich in ca. 50 km oder so. Nach 70 km sind wir auf der Wasserkuppe und nach weiteren 20 dann bei ’ner Tanke. Glück gehabt. War wohl noch ½ Liter drin.
Donnerstag: Wetter schlecht. Wir warten auf Besserung. Gehen Eis essen. Ludger meint wie immer: Nur drehende Räder bringen Punkte und fährt allein. Wo warst Du eigentlich überall hin ? ( Nachdem ich vor dem Frühstück schon der örtlichen Haarstylisten Gelegenheit gegeben hatte, sich an meinem Haar zu versuchen, ratterden bei den Ladys die Gehirnzellen und das wars mit der Tour. Schnell wurde auch ein Termin gemacht und wie sich jeder denken kann, nach dem Friseur einen Helm auf, dass geht schon gar nicht. Also ließ ich eben die Räder Richtung Fulda und Umgebung Alleine drehen. Nachdem ich am späten Nachmittag zurück in unsere Unterkunft ankam, ein kurzer Blick auf das holde Geschlecht und die Frage, warum Sie beim Friseur nicht drangekommen waren? Ich erntete nur abfällige, verachtende Blicke.Typisch Snickeres eben. )
Eine alte Legende erzählt, dass in diesem Ort, regelmässig Dieter´s hausen.
Es gibt bestimmt noch vieles weiteres zu erzählen von unserer Rhöntour, z.B. das unsere Herbergs-Freunde die Käshammers uns auch allein gelassen haben um mal 2-3 Tage auszuspannen. Die machen das wie wir. Auf die Böcke und weg. Hoffentlich hattet Ihr auch ein paar schöne Tage. Marlies hat von unterwegs angerufen und uns noch mal eine Runde „Blutwurz aus Familienherstellung“ verpassen lassen. Ach ja, noch was, das Essen in dieser Herberge war und ist bestimmt noch vorzüglich und die Zimmer sind auch zu empfehlen. Die steh’n im internet unter Sondergeld in Hofbieber.

Am Horizont sind nicht etwa die schneebedeckten Dolomiten zu sehen, sondern die berühmten Salzberge.
Freitag. Hofbieber-Neef/Mosel (270 km) Rechnung bezahlt, Snickers muss tanken, machen wir in Fulda. Dann zur A66 bis Frankfurt und von dort über Hanau, und von hier im strömenden Regen über A3, A60 A61 und B50 bis Kirchberg, runter nach Zell und zurück nach Neef. Wegen Regen keine weiteren Würdigkeiten zu sehen. Nur sollte man die Flach-Kopfhörer richtig rum in den Helm legen sonst ruft die SUSI und man hört nix. Deswegen ein ungeplanter, kurzer Abstecher während der Tour bei FFM.
In Neef Zimmer beziehen beim Winzer Gietzen und bei Mona Lisa, auch beides immer noch ’ne Reise wert. Die Samstag-Tour durch Hunsrück und Moseltal ist dieses Jahr wegen dunkler Wolken abgesagt. Angesagt ist für jede Menge Biker eine Tour nach Trier. Bei richtig tollem Bikerwetter fuhren wir dann die gesamte Mosel unserem Lotsen Snickers hinterher. Nach 2 stündiger Fahrt erreichten wir Trier, wobei wir den Aufenthalt nutzten, den historischen Stadtkern zu bewundern. Zurück ging s dann über die Hochebene, wobei wir sogar noch die Eifel streiften.

... irgendwoher muß es doch zurück gehen
In Bremm, abends beim Weinfest sind wir über zwanzig Personen.
und die Hände zum Himmel ....
Und was machen wir, wir fahren nächstes Jahr wieder hin. Und wieder machen wir eine Vortour. Anmeldungen erwünscht. Bei Interesse an unsere Internetadresse.
Bilder werden diesmal nachgeliefert. Ich dachte, ich wäre wieder der letzte, aber einige andere schlafen auch noch.
Bis bald, Dieter