Schottlandtour 2012

Dieters kleines Tagebuch Tagesablauf Schottlandtour 2012 (intern Schlössertour)

Tag 1, Freitag, 1. Juni 2012 Abreise Emmerich - Ijmuiden ca. 185 km

Frühstücksbrunch um 11:30 Uhr bei Hildegard und Jörg, mit allem was das Haus hergibt. Brötchen, Salat, Frikadellen, Marmelade, diverse Wurst und Käsesorten, Tee oder Kaffee, Fruchtsäfte, alles Da. Man hat schon beinahe das Gefühl, sie will uns (besser ihren Jörg) am liebsten gar nicht weglassen. Hier sei auch noch einmal auf die Hilfsbereitschaft in den Wochen davor beim Englischlernen hingewiesen. Pünktlich, wie versprochen kommt Jörg Terbrüggen vom Stadtanzeiger und macht ein paar Fotos mit unseren neuen Scotland-T-Shirts und den Bikes. Um 12:48 sitzen wir auf und fahren los.
Auf geht´s zu einer 9 tätigen Reise
Mit von der Partie sind diesmal Brigitte, Emma, Steffi, Fuchtel (Georg), Heinz, Jörg, Toto (Thorsten) und Ich. Heinz hat Emma und Toto seine Steffi hinten drauf.,
Nach ein paar Metern kommt uns Fredie vom Motorclub mit dem Auto entgegen. Er wollte nur noch eben „Tschüss“ und „alles Gute“ sagen. Danke dafür. Also rauf auf die Autobahn und ab in Richtung Amsterdam. Wegen der miesen Verkehrsprognosen haben wir uns die Strecke über Amersfoort ausgesucht. Utrecht soll wegen Baustellen verstopft sein. Also unsere A3, wird dann in Holland A12, dann A30 und über die A1 bis Amsterdam und weiter zum Fährhafen nach Ijmuiden. Denkste, ich kann A30 nicht von A50 unterscheiden. Hatte da wohl die Brille nicht richtig geputzt und schon geht’s falsch in Richtung Rotterdam. Runner vonne Boahn drehn un wiedee nuff. Mindestens 15 km Umweg, geht gut los. Jörg, unser Chefnavigator übernimmt kurz vor Ijmuiden und lässt sein Navi (Medion, mit GB-Karte) die Arbeit machen. Und schon sind wir auf der falschen Straße. Also drehen und nach links (über den Fahrradweg), ich war mal wieder vorne. Bin ja auch Rennradfahrer. Dafür noch mal ’tschuldigung. Also Anreise schon mal 185 statt 160 km. Einchecken, geht tadellos und Mopeds festbinden. Danach Kabinen aufsuchen, Emma, Steffi, Heinz und Toto eine, der Rest, die Schnarchsäcke mit Brigitte,die andere Kabine.

Vorher noch ein wenig essen und trinken,
Ich trink ein Guinnes aus der Dose und nachher nur noch Heineken, mag ich auch nicht aber ist wenigstens vom Fass und schmeckt nicht nach Blech. Ist nicht langweilig auf so einer Fähre. Seaways bringt uns nach Newcastle. Morgen Früh sind wir dort.
Tag 2, Samstag, 2. Juni 2012 Newcastle - Glasgow, Clyde bank ca. 270 km
Uhr umstellen und 10:30 alte Zeit oder MESZ oder Board-Time ist ab jetzt 9:30 Ortszeit. Frühstück on Board, Heinz fehlt, hat schlecht geschlafen, Steffi hatte Reisetablette genommen. Heinz nicht, oder? Also Frühstück ohne ihn. Das Wetter ist mies, dunkel, Wind bis 15 m/s so der Kapitän der Fähre. das entspricht Windstärke 6 lt. Beaufort, hab ich mal gegoogelt. Wir waren als erste auf der Fähre, jetzt gehen die Biker als letztes von Bord. Und es sind ganz schön viele Biker. Raus - und Rein in die Zollkontrolle, die Ausweise bitte, und was sagt Schengen dazu? Egal. Wir wollen Richtung Glasgow und über Carlisle (sprich Karlail). Das ist Fuchtels Lieblingswort auf der Tour, wenn einer fragt, wo kommt Ihr her, wo geht es hin ist bei ihm dieses „Karlail“ immer mit dabei. Bei dem Wust an Roundabouts (Kreisverkehren) hier ist es für Jörgs Navi gar nicht so leicht den Weg zu finden und er muss natürlich als Vorreiter auch immer voran auf der „falschen“ Straßenseite fahren. Nach 60 km finden wir die erste Tankstelle. Alle Karten versagen. Meine Mastercard geht auch nicht, komisch. Ich behaupte, ich habe nicht genug Bargeld, und da funktioniert auf Einmal meine Bankcard. Komisches England… Danach machen wir einen kurzen Stopp in einem kleinen Cafe an der Hauptstraße.
Die Leute hier sind sehr freundlich. Besser als gedacht. Jetzt durch Glasgow, nee haarscharf dran vorbei und hin zur ersten Bleibe in Clydebank, Beardmore Hotel. Erste Sahne. Jörg meint: „schwer zu finden !“. Wir waren im letzten Kreisverkehr, direkt vor dem Hotel rein gefahren, er noch zwei bis dreimal um den Pudding und dann erst mal umsehen. Ein Gästehotel, das an die Clydebank-Klinik angeschlossen ist. Hier gibt es Konferenzräume, 2 Restaurants, Bar, Bier Whisky, prima Zimmer (jetzt paarweise) und vielleicht auch Diebe? Fuchtel und Jörg beschließen ihre Mopeds zusätzlich zu sichern. Scheibenschlösser, hart wie Kruppstahl. Also dann bis morgen.
Aber vorher noch den Whisky probieren. Auchentoshan. 12 Jahre alt. Kenne ich von Zuhause. Hat Gitte mir mal geschenkt. Schmeckt gut. Und ein leckeres Tennent’s, helles schottisches Bier,gibt es auch.

Ach, noch nachzutragen sei das wir an Gretna und Lockerbie vorbei kamen, Gretna Green ist das schottische Heiratsparadies. Gitte wollte nicht, die anderen hatten schon. Lockerbie ist der Ort über dem am 21. Dezember 1988 durch einen Bombenanschlag eine Boing 747-12 abgestürzt ist.

Tag 3, Sonntag, 3. Juni 2012 Clydebank – Highland/Ballachulish ca. 130 km.
Wir treffen uns beim Frühstück.
Die Nacht war besser als auf dem Schiff, ehrlich. Aber der Morgen? Das Wetter geht ja. Aber? Aber Jörg hat in seinem Bremsscheibenschloss den Schlüssel abgebrochen. Jetzt ist Holland, entschuldigt bitte, Schottland in Not. Die Nasen beim ADAC können Sonntags auch nicht viel. Sch.. „Kohlzenter“ da. Rufen später zurück und fragen noch mal, wo er genau in Österreich steckt. Das kann ja heiter werden. Pläne werden schon umgeschmissen. Ich hab Zeit mal nach meinen E-mails zu schauen. Doch dann kommt der Mann von der AA, dem Gegenstück des ADAC und sägt mit einer Bügelsäge in 5 Minuten das Schloss durch. Ich lass mir nachher von Fuchtel, der hat das gleiche Schloss, mal die Mechanik zeigen und da hängt das Ding auch fest. Zum Glück nicht auf der Scheibe sondern in der Hand. Und wo wir gerade bei Schlössern sind, Heinz hat den Schlüssel für sein Topcase irgendwio verloren in dem ganzen Trubel. Er meint der liegt irgendwo im Gulli. Wiedergefunden haben wir den nicht aber er hatte glücklicherweise oder vorausschauend einen Ersatzschlüssel mit. Wir können also gegen 11:30 los reiten. Etwas aufgekratzter und später als geplant. Aber es geht weiter. Machen Bekanntschaft mit den ersten Single Roads.
Schöne Gegend. Straße geht auch. Ist auch für Straßenmopeds ok, nicht nur für BMW GS u.ä. Dann nach Inveraray. Dort zum Castle und danach in den Ort. Den hat der Duke von Inverary schleifen und wie ’ne Film-kulisse neu aufbauen las-sen. Sieht wohl komisch für so einen kleinen Ort aus. Wir nehmen etwas zu uns. Gitte und Emma gefüllte Brötchen mit Fleisch oder Haggis. Das sind gekochte gemahlene Innereien. Sieht aus wie feine Blutwurst und schmeckt auch ähnlich. Kaffee ist zum K.. aber das ist hier eben nur Instant. Nix für meinen geschulten Gaumen, aber ich probier es immer wieder. Von dort gibt’s 3 Zu- oder Ausfahrten. Die dritte ist einfach nicht zu finden, meint das Navi. Ich hatte bei der ersten Kirchenumrundung zusammen mit Fuchtel den Anschluss an die Gruppe verpasst und war da schon reingefahren aber die anderen kamen nicht. Also zurück, Brigitte kommt uns entgegen, Nochmal um die Kirche. Andre Seite raus. Sackgasse. Bitte wenden Sie jetzt. Ok. Ich sag, das man da hinten durch einen Torbogen fahren kann und meine das müsste die richtige Richtung sein. Ist sie auch. Nach der Durchfahrt fährt Jörg vorbei, Daumen hoch, es geht weiter, wir sind richtig.
Das Isles of Glencoe Hotel erinnert mich sofort an unsere Schwedentour vor ein paar Jahren. Die Zimmerfenster sind zum See, ach ja, die heißen hier Loch, gerichtet. Wie ein Park alles drum herum, Fachsimple ein wenig mit dem Barmann und trinke einen Oban Whisky, 12 Jahre alt. Schmeckt lecker. Er hat den Auchentoshan vom letzten Hotel leider nicht im Programm. Und die anderen 2 sind entweder zu teuer oder schmecken zu sehr nach Torf. Hier ist das Essen zwar auch europäischen Geschmäckern angepasst aber die Lasagne-Portion die Toto bestellt ist eher eine kleine Vorspeise d.h. 3 Gabeln voll für 14 GBP.
Tag 4, Montag, 4. Juni 2012 Ballachulish – Craigellachie ca. 190 km
Das Frühstück ist auch hier sehr gut und lässt keine Wünsche offen. Wir fahren zum Loch Ness. Erst rüber und dann doch zurück und unterhalb vorbei, Single Roads en masse, schöne Gegend. Früher gab es bei uns auch sehr viel Ginster. Es interessiert mich echt, warum der weg ist. Die gelbe Blütenpracht ist fast überall am Wegesrand zu sehen. Steffi hat unseren Tourguide nicht dazu bewegen können am Loch Ness abzusteigen,
Dort hat sie vom fahrenden Bike einen Dudelsackspieler fotografiert. Es war der einzige auf der Reise. So, nun sind wir bei dem „C“ der Reise angekommen. Das M und das E fahren wir woanders also 268 Meilen mal 1,609 km sind dann 431 km plus die Tour Ijmuiden Emmerich sind 154 also 585 für die Wertung. Craigellachie? Is it here? – Yes it is.
Über 700 in Worten siebenhundert unterschiedliche Malt-Whisky Sorten gibt das hier im Hotel. Wir bleiben drei Nächte. Do you want to book a table for dinner? Yes, of cause we will. What time? We think at 7.30 pm. Wer hat da nicht an der Uhr gedreht? Soll das wirklich denn so spät? Also wir sind um 4:30 angekommen. Na gut. Haben zunächst mal die Speisekarte angeschaut und dann im Restaurant abgesagt.
Im Pub, im gleiche Haus gibt es Lecker Lecker. Steak und Fisch und Lasagne aber richtige Portionen und noch mehr. Ich hatte noch nie bessere Spareribs als hier. Butterzart und prima gewürzt.
Danach den Auchentoshan 12 mal hier probieren schmeckt genauso wie in Clydebank. Flasche leer, kein Nachschub. Also den Oban von Balachulish. Schmeckt auch lecker. Du auch einen – prima, 2. Flasche leer, auch kein Nachschub. Aber die haben ja, wie oben erwähnt jetzt noch mehr als 698 Sorten. Wir finden schon was. Wir gehen schlafen, Brigitte hat sich eine Erkältung eingefan-gen und schnupft ganz jämmerlich. Gut, das wir hier 3 Nächte sind.

Tag 5, Dienstag, 5. Juni 2012 Craigellachie 0 km
Frühstück auch sehr gut. Es gibt alle Sorten Eier, gerührt, gekocht, gebraten und verloren. Die Baconscheiben sind nicht so dünn und zusammengerollt wie auf dem Schiff oder in kontinentalen Europa sondern mindestens 3 mm dick und erinnern mehr an Kasslerscheiben als an Schinkenspeck, sind aber sehr lecker. Würstchen und Bohnen muss man ja nicht nehmen aber dafür gibt es Käse und Wurstsorten und Marmelade und Müsli, alles wie bei uns. Gewöhnungsbedürftig für mich ist nur der Toast. Die Maschine mit dem Heizband braucht reichlich lange, bis da mal 4 Scheiben durch sind Aber Geduld war noch nie meine Stärke. Nach dem Frühstück auf die Mopeds und an die Küste und nachher Schlossbesichtigung. Ich bleibe im Hotel, Brigitte geht wieder ins Bett. Heinz und Emma wollen auch einen Ruhigen. Ich spaziere am River Spey entlang und ein wenig durch den Ort. Heinz und Emma machen das etwas später auch und fahren dann noch mal zurück nach Elgin, um dort ein wenig rumzugucken. Abends sind wir alle wieder vereint. Aber vorher findet Steffi in Fuchtels Hinterreifen eine Schraube.
Wat getz?. Erst mal schauen was die Luft macht. Hello, can you show me the way to the next tire dealer or to a motorbike service station, please. Yes, the next is in Elgin. Schön, schön, oder doch nicht. Aber erst mal wieder Abendessen. Boah eij, die haben wieder keine Fish & Chips im Hotel und im Pub. Sind wir hier in GB oder wo. Aber es gibt ja Auswahl. Ich nehm noch mal die Rippen und Fuchtel auch. Die anderen tauschen mehr oder weniger die Gerichte vom Vortag – war Deins denn auch lecker – nehm ich heute mal… Wieder Whisky. Gitte kommt zu Essen und Trinken natürlich dazu und: Craigellachie Jahrgang weisnichtmehr Glenlivet Special Malt. 25 GBP steht auf der Flasche. Ist aber nur für ein Messbecherchen voll. Ich probier den nicht, nehme lieber 5 andere mit ca. 4 bis 6 Pfd-P
. Gute Nacht mit Reifensorgen, gucken wir mal morgen.
Tag 6, Mittwoch, 6. Juni 2012 nochmal Craigellachie ca. 200 km

Frühstück wie gehabt. Jörg hat bei seinem reichhaltigen Bordwerkzeug auch ein BMW Pannenset mit Ahle, Gummi und gleichnamiger Lösung. Und das soll nun die Lösung sein. Leatherman raus und damit Schraube drehen, Fällt schon bei ersten Dreh. Glück gehabt. Nix kaputt. Heinz hat auch mal den Vorderreifen abgesucht und ein Stück Stahl gefunden. Raus damit. Heute fahren wir über Elgin nach Inverness zurück um uns die old town an zu sehen,,,, to buy some gifts, to have a coffee or a hot chocolate… und natürlich ein paar (Foto-)Eindrücke zu sammeln.
Das Wetter ist nicht so berühmt – 200 km meist im Regen - und auf dem Rückweg über die Dörfer und an Carrbridge vorbei wieder zum Hotel. Brigitte sitzt mit triefender Nase bei mir hinten drauf. Geht auch mal. Aber die Erkältung ist über den Zenit. Jörg und Fuchtel wollen einen Kurztrip zum Reifentest auf der Malt-Whisky-Trail unternehmen. Sie sind aber bis Nachmittags dann auch 180 km gefahren.
Heute gibt es wieder keine Fish and Chips in der Herberge also rüber an die Dorfstraße ins Highland Inn und dort gibt’s das. Die Tante da hat Stella Lager. Na ja, man kann nicht alles haben. Zum Abschluss noch ’nen Whisky und ab ins Bett, die letzte Nacht hier.

Tag 7, Donnerstag, 7. Juni 2012 Craigellachie – Kinross ca. 220 km

Nach dem Frühstück über Single-, Double and More Roads zunächst durchs schottische Skigebiet in Moray (könnte man das M ja nehmen, gibt 592 km) und dann zum Schloss der Royals, Balmoral Castle. Da muss man gewesen sein. Wir fahren auf den Parkplatz. Jörg rauscht durch zum Schloss. Mir und Fuchtel und Jörg ist der Eintrittspreis der Gegner des Besuchsgedanken. Die Damen und die restlichen 2 Herren zwängen sich in eine „roadtrain“ bei uns ist das sonne Bierkutsche zum Vatertag. Bei denen zieht ein Uralt-Landrover-Pickup die Chose zum Schloss.
Es soll ungefähr ne Stunde dauern. Wir laufen zum Parkplatz zurück. Nach etwa einer viertel Stunde kommt ein Engländer und fragt ob die zwei Mopeds dort auch zu uns gehören. Ja, da stehen Totos und Heinzens Bikes. Da hat ein alter Mann mit einem dicken Auto gegen getickt. Ja, Heinz hat ein zerkratztes Schutzblech und der arme alte Mann muss jetzt noch eine geschlagene Stunde auf ihn warten. Währen wir nicht da, wär er wohl weggewesen. Man einigt sich auf 50 Pfund Kosten, der Brite zahlt und wir fahren weiter nach Kinross. Hier spinnt das Navi nun erst richtig. Wir haben das Ortschild schon gesehen aber Jörg reitet immer voran und zurück und weiter und im Kreis. Nach einem Stopp fahren wir dann nach Kinross rein und finden an der Hauptstraße das Hotel. The Green. Sehr schön, komfortabel Zimmer, auch hier gutes Essen und wieder das Tennnent’s Bier und auch leckeren Whisky.

Tag 8, Freitag, 8. Juni 2012 Kinross – Newcastle on Tyne ca. 260 km

Moin, Moin, Regen zum Quadrat. Es geht wieder gen England. Prima Straße mit ups and downs. Wellen wie im Film aus Canada oder US. Wieder Krach mit Roundabouts. Kaffee an einem Parkplatz How much do you like in the cup?
Riesen Löffel Extrakt, Milch drauf und heißes Wasser aus ’nem Pott. Schmeckte auch so. Britische Kaffeekultur. Da freu ich mich auf zu Hause. Obwohl im Cafe in Inverness und in den Hotels konnte man das Getränk auch Kaffee nennen. Ich bin eben kein Teetrinker. Zurück zur Tour. Nach einigem Suchen der Navitante haben wir dann den Hafen erreicht. Hier wäre es auch einfacher gewesen nur den Straßenschildern zu folgen. Wir sind also im Hafen und der Regen hört auf. Einchecken, Zollkontrolle, rauf auf die Fähre. Kabinen belegen und das Spielchen von der Hinfahrt jetzt anders rum.

Tag 9, Samstag, 9. Juni 2012 Ijmuiden – Emmerich ca. 160 km

Eine Fährfahrt die ist lustig… Diesmal mit bis zu 20 m/s entspricht etwa Windstärke 8 Jungs. Mir ging es die ganze Nacht gut, morgens wollte nur das Frühstück nicht so richtig rein.

Schinken und Eier und Wurst ging gut, Kaffee war nicht so prima und Brot ging gar nicht. Dafür wurde dann per Hubschrauber ein Lotse an Bord gebracht und wir wurden Bug- und Heck-seitig jeweils von einem Schlepper zum Liegeplatz bugsiert,
Dieter Brigitte Toto Fuchtel Heinz Jörg

Steffi Emma

Und dann rauf auf die Mopeds und erst mal wieder Zollkontrolle, komisch, jetzt auch in Holland? Na Gut. Als wir alle durch sind legt Jörg erst mal seine Navitante schlafen und wir fahren allen Unkenrufen zum Trotz von Baustellen und Stau unbehelligt über Amsterdam-Utrecht-Arnheim mit Zwischen-Tankstopp und Kaffee (kontinental und ganz gut) wieder nach Emmerich zurück.

Zusammenfassung:

Ich hatte meinen Trip-Tacho-2 auf Null gesetzt und nach der Reise 1632 km auf der Uhr. Ist auch mal gut so, denn ich männliches Huftier habe keine Tageskilometer aufgeschrieben. Zuhause mit Google Earth alles zusammengezählt kamen ca. 1350 km zusammen. Dazu die Tour nach Inverness am Mittwoch und die vielen Roundabouts und Umwege, siehe Tag 1 dannpasst das schon. Ich wage zu behaupten, dass diese Tour, das Land, das Essen und Trinken und auch die Leute dort diese Reise sicher Wert gewesen sind. In unserer Truppe ging es harmonisch zu, Bikes, Biker und Sozias haben die Fahrt ohne Blessuren überstanden. Außer Heinzens Schutzblechkratzer waren die anderen schrecklichen Begebenheiten doch nur Schall und Rauch. An dieser Stelle möchte ich mich bei Brigitte für die Ausarbeitung der Tour bedanken. Sie war auch während der Tour eine mit wenig Englischkenntnissen doch nicht ängstliche Frau, die zunächst an jedem Punkt das Einchecken für uns vorgenommen hat. Hut ab und danke. Auch bei unserem Reisebüro Pooth aus Emmerich können wir ein großes Lob abliefern. Es hat alles prima geklappt. Wir waren zwar zimmermäßig immer ein wenig durcheinander gewürfelt aber es hätte ja, das Einverständnis des anderen vorausgesetzt, sowieso jeder mit jedem in die Heia steigen können. Interner Titel „Schlössertour“ wegen der geschlossenen, nicht zu öffnenden, besuchten oder nichtmal aus der Ferne gesehenen und doch so naheliegenden Castles auf deutsch: Schlösser.

Was wir gelernt haben ist, dass in Schottland die Uhren anders gehen, der Regen zum alltäglichen gehört und darum alles so schön grün ist und Single Roads schöne Straßen durch die Wildnis sind.

Mal sehen, was als Nächstes auf dem Plan steht.

Jetzt zur Abrechnung (Durchschnittspreis)

1 Biker, 1 Motorrad, Fähren 200 € Hotels B+B 400 € Benzin 150 € gesamt 750 €

2 Biker, 1 Motorrad, Fähren 300 € Hotels B+B 800 € Benzin 170 € gesamt 1270 €

Zusätzlich für Essen, Trinken und Gifts ca. 75 € pro Tag und Biker gesamt 600 €

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Finish