Tour Hochscharzwald 15. - 23.08.2020

 

Ca. 600 km zur Anreise brauchen wir uns nicht antun. Deshalb wird von allen die gute Idee, einen Tag früher zu starten gerne angenommen. Also noch eben passende Unterkünfte auf halber Strecke finden und buchen.

 

                                                                                                                                                                                                                                                          Tag 1 Samstag – Anreise 400 km

 

Dieter, Karl und Gitti starten von unserer bewährten Tanke. Es geht über die A3 und wir fangen Werner und Katja bei Hamminkeln ein. Fahren wir mal die A3 durch. Das klappt trotz Samstag und Baustellen recht gut. Vor Koblenz geht es auf der B42 weiter gen Süden. Auf der anderen Rheinseite wechseln wir auf die B9. Erste Pause. Ein toller Aussichtsplatz auf der Terrasse einer Brauerei. Weiter geht`s an vielen imposanten Gebäuden, am schönen Mittelrhein und der Loreley vorbei bis Bingen. Dann noch auf der A61 bis Speyer und bald in Harthausen in der Landhaus Pension mit viel Sonne im Gepäck. Fast 400 km. Leider kam unsere Bestellung zum Grillen nicht an, also den Bring-Service bemühen. Mopeds umstellen, aber Karls Batterie macht schlapp und wird geladen.

 

Tag 2 Sonntag – Anreise 240 km

Schönstes Sommersonntagswetter auf der B9 bis Karlsruhe, A61 bis Baden-Baden, bald auf die B500 (Schwarzwaldhöhenstrasse) und B28 bis Kniebis, kurz vor Freudenstadt. Da sind sie wieder, die Pünktchenstrassen! Wir fahren über Wolfach, Triberg, Furtwangen, Villingen-Schwenningen auf supertollen Straßen (für mich bräuchte es nicht aufzuhören) bis Titisee-Neustadt. Noch eine kurvige steile Anfahrt zum Salenhof, ein typisches Schwarzwaldhaus, ein super Quartier. Die Küche ist besonders empfehlenswert. Darauf trinken wir und das fast richtige Bier wurde auch gefunden.

 

Tag 3 Montag – 87 km

Ein kräftiges Gewitter mit Starkregen macht der dicken Susi und einer BMW zu schaffen. Eigentlich durften sie in die Garage, tja. Also googlen wir Händler und Werkstätten. Batterie bei Polo bekommen. Von der 20 jährigen Susis die Kabel, Anschlüsse, Kontakte, etc. in einer Werkstatt gecheckt. Geht, geht nicht, geht dann doch, war wohl ein Wasserproblem. Alles gut und zurück. An den für uns reservierten Plätzen auf der Terrasse gut gehen lassen, bei ausgedehnten Gesprächen und Runden.

Tag 4 Dienstag – Küche-Ruhetag

Etwas verkatert und wegen der unsicheren Wetterlage entschließen wir uns zu näheren Zielen. Die dicke Susi macht auch wieder mit. Los Richtung Titisee. Ist so Besonders, kommt man gar nicht dran. Dann eben nicht! Es gibt so viel Gegend und im Vorbeifahren sehen wir ihn auch gut, den Titisee. Der Schluchsee ist nicht weit und wir können nah ranfahren. Da kommt Muse auf und ein Hüngerchen. Schöne Kurven gibt es genug und Gegend. Man kann echt nicht genug bekommen. Zurück, etwas frisch machen und im leichten Moped-Dress zum Ausweichrestaurant. Es liegt an einem alten Sägewerk und lenkt etwas ab. Für morgen wird die Königsetappe geplant.

Tag 5 Mittwoch – 226 km

Los geht`s und etwas zügig. B31 bis A8 bis B31N bis Überlingen – Uhldingen und es ist wieder sehr heiß. Etwas suchen und ein kleiner Marsch und da stehen die Pfahlhäuser im Bodensee! Immer noch, seit der Bronze- und Steinzeit??! Wir auch, mit den Füßen ins Wasser. Danach unterm Sonnenschutz an einem ehemaligen Bahnhof, sei uns eine Pause gegönnt. Dann wollen wir zur Fähre und die liegt ganz in der Nähe. Wir kommen in Konstanz aus und fahren an Insel Reichenau vorbei. Über Landstraßen und viele Wege, die nach Rom führen, kommen wir in die Wutachschlucht. Noch kurz in die Schattenmühle und zurück in den Salenhof. Schön nachkarten und den Tag ausklingen lassen.

Tag – 6 Donnerstag 172 km

 

Wohin fahren wir heute? Ist egal, ist überall schön und heiß. Freiburg sollte sein, es hat Bächle im Zentrum und bald fahren wir durchs Glottertal. Weiter geht’s über St.Peter, Kirchzarten, Oberried, Hofgrund, Wieden, Todtnau, quasi Hochschwarzwald auf kleinen Straßen. Danach über Bernau, St.Blasien am Schluchsee und Titisee vorbei, zurück nach Neustadt und Schwärzenbach unserer Almhütte! Puh! Toll!

 

Tag – 7 Freitag – FREITAG!

Heute genießen wir das super Wetter und die beeindruckende Lage für uns selbst. Frühstückseier auf Wunsch weich gekocht, Obstsalat aus frischem Obst, alles mit Geschmack. Dann packen Werner und Katja die Badesachen und Proviant ein und nach einigen Umwegen genießen sie einen ruhigen, idyllisch gelegenen Bergsee. Karl und Dieter regenerieren. Deshalb spaziere ich über Almwiesen und Wirtschaftswegen rauf und runter. Altes Mühlrad neben ehemaligem Sägewerk, Kuhwiesen, Bank im Schatten eines Wäldchens, Natur pur.

 

Tag – 8 Samstag – Rückreise 307 km

Nach Wetter-Apps und guter Vorbereitung: Gepäck regendicht, Regenkombi an. Nach kurzer Zeit wird bald auf der A5 gefahren. Bis eine Baustelle mit viel Stau der alten Susi zu schaffen macht. Also runter von der Bahn und nach einer Pause in Kippenheim die Umfahrung bis Karlsruhe geschafft. Danach noch etwas A61 bis Alzey. Das DORINT Ausweichhotel wurde zwar nicht sofort gefunden, hat aber allen gut gefallen. Wir haben schön in der Strandatmosphäre draußen chillen können.

Tag – 9 Sonntag – Rückreise 342 km

Gut ausgeruht auf die letzte Etappe. Sofort die A61 und der Wind treibt die Wolken wech. Eigentlich, doch zwischen Brücken, Tälern und Hügeln zwirbelt er ordentlich an sperrigen Motorradkoffern (Dieter sagt Wohnzimmer dazu). So 25 km vor Venlo nieselt es und es gibt einen Stau wegen einer Baustelle. Damit Susi nicht zu heiß wird, biegt Chapter Hamminkeln ab Richtung Heimat. Die Restliche 3 machen eine kurze Pause an „unserer“ Tanke in Kaldenkirchen, dafür gibt`s einen dicken Schauer und die Straßen sind wieder sauber.

Fazit: gesamt 1860 km

Je ein Reisetag mehr hat uns mehr Urlaubserlebnis bereitet. Die Unterkünfte waren jede für sich besonders. Ältere Mopeds zieren sich schon mal, haben auch schon viel geleistet und gesehen. Mein Vorderreifen ist inzwischen ausgetauscht und fit für die nächsten Kurven.